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Kanu Vergleich 2019 ⇒ Die besten Kanus im Test

Kanus werden generell in Canadier und Kajaks eingeteilt. Man versteht darunter ein Boot, welches mit Hilfe von Paddeln gesteuert wird. Diese sind nicht am Boot befestigt, sondern werden mit den bloßen Händen gehalten und geführt. Die Bewegungen erfolgen in Fahrtrichtung.

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Arten von Kanus

Ein Canadier ist mit einem Süllrand ausgestattet, der die nach oben stehende Öffnung umfasst. Er hilft dabei, Wasser abzuwehren. Mehrere Personen können den Canadier mit einem Stechpaddel fahren. Dieses lässt sich in einen Schaft, einen Knauf und ein Paddelblatt einteilen. Die Paddellänge variiert je nach Vorhaben und Sitzposition im Boot.

Für das Befahren von Wildwasser wird ein breites, kurzes Paddelblatt benötigt, beim Kanuwandern ein langes, schmales Blatt. Kajaks sind geschlossen und haben eine flache und schmale Sitzluke. Die Fahrer steuern das Boot mit einem Doppelpaddel. Dieses weist einen Schaft und an jedem Ende jeweils ein Paddel auf.

Die Länge des Paddels richtet sich nach der Breite des Fahrzeugs sowie nach der sportlichen Betätigung. Ist das Kajak breiter, ist ein längeres Paddel von Vorteil. Für den sportlichen Gebrauch eignen sich Kajaks mehr, für den reinen und ruhigen Freizeitbedarf Canadier. In diesen kann man zudem besser Gepäck verstauen.

Merkmale und Vorteile

Für die Freizeit eignen sich Kanus beispielsweise zum Kanuwandern. In moderatem Tempo fährt man fast ausschließlich auf ruhigem Gewässer. Sowohl kurze als auch lange Touren sind möglich. Viele verbinden die Fahrten mit einem Campingerlebnis.

Die Freizeitaktivität bedarf verhältnismäßig wenig körperlicher Anstrengung. Für Erfahrene und welche, die sich sportlich mehr betätigen wollen, stellt das Playboating eine interessante Alternative dar. Bei diesem befindet sich der Fahrer im Wildwasser und strebt verschiedene künstlerische Figuren an. Außer dem Befahren von Flüssen ist auch Seekajakfahren möglich. Hierbei ist es wichtig, stets über das Wetter und die Gezeiten informiert zu sein. Schließlich kann auch Wildwasserpaddeln betrieben werden, wofür man unterschiedliche Boote (auch Schlauchboote, Ruderboote und Faltboote) nutzen kann.

Man sollte stets auf den jeweiligen Pegelstand achten. Zu den Wettkampfsportarten zählen hingegen zum Beispiel der Kanurennsport, der Kanu-Freestyle, der Kanuslalom, das Kanusegeln, der Wildwasserrennsport, der Kanumarathon oder Kanupolo.

Geeignete Gewässer

In Deutschland bieten sich bestimmte Flüsse zum Kanuwandern an, so zum Beispiel die Isar. Eine Einstiegsmöglichkeit ist im Wallgau zu finden, eine Ausstiegsmöglichkeit im Vorderriß. Ebenso kann bei der Sylvenstein-Staumauer eingestiegen und in München-Thalkirchen ausgestiegen werden. Auch der Staffelsee ist für Kanufahrer interessant. Ein- oder aussteigen kann man mit jedem Boottyp in Uffing oder Seehausen.

Vor allem verschiedene Blautöne können zu einem besonderen Erlebnis werden. Im Sommer kann es hier jedoch schnell zu plötzlichen Gewittern kommen. Wer sich eine längere Tour vornehmen möchte, sollte das Kanu fahren auf der Naab in Erwägung ziehen. Die Strecke ist ca. 100 Kilometer lang. Einen Einstieg gibt es in Oberwildenau, einen Ausstieg in Regensburg. Außerhalb Deutschlands finden sich beispielsweise in Österreich geeignete Gewässer. Mit rund 50 Kilometern verläuft eine Strecke im Wolfgangsee von der Brücke bei Sankt Daniel bis zum Parkplatz bei Nötsch. Als sportlicher Wanderfluss ist das Tiroler Lechtal ausgewiesen, weswegen nur Fortgeschrittene diesen befahren sollten.

Gleiches gilt für Fahrten im Meer. Denn ein hohes Maß an sportlicher Fitness, Erfahrungswerte mit Wetterbedingungen und Gezeiten, Durchhaltevermögen und eine optimale Ausrüstung sind Voraussetzung dafür. Obwohl es Ausnahmen gibt, nutzen Kanufahrer selten den offenen Ozean. Sie präferieren viel mehr die Küstengebiete. Die Einteilung von Wildwasser erfolgt sechsstufig von leicht bis unfahrbar, je nachdem wie stark das Gefälle ist und wie häufig Felsen umrundet werden müssen. Alle anderen Gewässer bezeichnet man als Zahmwasser.

Anleitung: So fährst Du ein Kanu

Einsteigen

Wenn Du einsteigst, sollte ein 90°-Winkel zwischen dem Boot und dem Ufer bestehen. Es ist wichtig, dass Du von vorne oder hinten einsteigst und nicht seitlich, um ein frühzeitiges Kentern zu vermeiden.

Wenn mehrere Personen mitfahren, sollte sich der geübteste Fahrer nach hinten begeben. Denn er ist hauptsächlich für die Steuerung verantwortlich. Beim Einsteigen des Hintermanns sollte der Vordere mit den Füßen am Boden sitzen, während er die Knie an die Seitenwände drückt. So kann der Hintere das Boot mit einem Fuß betreten, bevor er, sobald er an der Seite Halt gefunden hat, den zweiten Fuß hinzunimmt.

Beim Hinsetzen löst er eine Hand von der Seitenwand und geht in die Hocke, um sich in Ruhe umzudrehen und hinzusetzen. Ihm wird ein Paddel überreicht, ehe der Vordermann auf die gleiche Weise einsteigt. Mit einem Paddel an jeder Seite des Kanus paddelt man zunächst rückwärts, bis man das offene Gewässer erreicht hat.

Fahren

Während des Fahrens ist es besser, wenn Du aufrecht im Kanu sitzt. So vermeidest Du unnötige Anstrengung. Mit einer Hand umgreifst Du das obere Ende des Paddels, mit der anderen den Schaft nahe am Paddelblatt.

Wenn Du das Kanu drehen möchtest, kommen beide Paddel auf die andere Seite des Bootes. Willst Du das Kanu beispielsweise nach rechts wenden, musst Du die Paddel auf der linken Seite einstechen. Die Hand am oberen Paddelende zeigt grundsätzlich möglichst nah zum Gesicht, die untere gerade in Richtung Wasser.

Eingestochen wird mit dem ganzen Paddelblatt parallel an der Seite des Bootes entlang. Du solltest mindestens 15 Züge getätigt haben, bevor Du die Seite wechselst. Denn bei häufigem Wechsel verlangsamt sich das Kanu. Im Falle eines heftigen Windes muss man aber schnell reagieren können und gegebenenfalls die Seite ändern. Am besten gelingt das Fahren, wenn beide synchron und rhythmisch paddeln. Wer alleine unterwegs ist, hat vom hinteren Sitz aus eine bessere Möglichkeit zur Steuerung.

Aussteigen

Lass einen 45°-Winkel zwischen dem Boot und dem Ufer entstehen. Durch rechtwinkliges Einstechen mit dem Paddel nimmst Du Geschwindigkeit heraus. Fahren zwei Personen mit, sollte auf jeder Seite ein Paddel im Wasser sein. Das Paddel des Vordermanns ist nach vorne gerichtet, um nicht am Ufer abzuprallen. Das Aussteigen aus dem Kanu erfolgt in genau umgekehrter Reihenfolge wie das Einsteigen.

Hinweise zum Umgang

Verhalten

Es ist empfehlenswert, vor jeder Fahrt die jeweiligen Regelungen für das ausgewählte Gewässer einzusehen. Informationen sind zum Beispiel beim Deutschen Kanu Verband erhältlich. Du solltest zudem immer auf den Mindestpegelstand eines Flusses oder Sees achten.

Als Anfänger sind am besten noch mindestens fünf Zentimeter hinzuzurechnen. Wasser, das seine Besonderheiten und Schwierigkeiten aufweist, sollte man möglichst nur in Gruppen befahren. Um Überfüllungen entgegenzuwirken, bietet es sich an, nicht das Wochenende, Feiertage oder Ferienzeiten auszuwählen.

Kommen nur solche Tage in Frage, könnte man weniger bekannte Routen in Erwägung ziehen. Grundsätzlich versteht es sich, nicht durch Pflanzen zu fahren und vor allem sich nicht ungezielt kreuz und quer zu bewegen. Auch wenn die Freizeitbeschäftigung in normalem Maße wenig riskant ist, gehört die Fähigkeit, zu schwimmen, zur wichtigsten Grundvoraussetzung.

Manchmal muss man durch herabhängendes Geäst fahren. Anstatt sich zur Seite wegzudrehen, ist ein kurzes Lehnen nach hinten oder nach vorne geeigneter. So bleibt das Gleichgewicht auf dem Boot stabiler. Begegnet Dir ein “X”, ist das Durchfahren an dieser Stelle untersagt.

Ausrüstung

Im Zahmwasser fährst Du mit einer angelegten Schwimmweste, einem Paddel (wie bei einem Paddelboot) und einem Boot, das nicht sinken kann. Musst Du zusätzlich Gepäck transportieren, sind Tonnen oder Säcke sinnvoll, welche wasserdicht sind. Auch das Schuhwerk sowie die restliche Kleidung sollten wassertauglich sein. Hierfür gibt es beispielsweise speziell eine Paddeljacke. Diese hilft gegen Unterkühlung oder Spritzwasser.

Aufgrund der Sonneneinstrahlung ist auch ein Hut wertvoll. Beim Fahren im Wildwasser solltest Du hingegen stets einen Helm tragen. Um Umweltverschmutzung nicht zu fördern, hilft es, einen Abfallbehälter mitzunehmen.

Angeln mit dem Kanu

Es ist prinzipiell möglich, per Kanu zu angeln. Hierfür verwendest Du einen Kunstköder, den Du hinter das Angelboot (in diesem Fall Kanu) wirfst und in einer Entfernung von ca. zehn bis 15 Metern mitziehst. Um starken Widerstand im Wasser zu vermeiden, solltest Du Dich für eher dünnere Köder entscheiden.

Ideal sind Wobbler oder Gummifische. Von Spinner, einer bestimmten Köderart, ist abzuraten, da sich die Schnüre schnell verdrehen können. Außerdem ist es hilfreich, die Tauchtiefe des Lockmittels dem Gewässer anzupassen, so dass der Angelköder nicht am Grund steckenbleibt.

Bei auftretenden Hindernissen wie Baumstämmen ist es besser, die Angel zurückzuholen, die Störung zu umpaddeln und das Gerät dann wieder auszuwerfen. Gerade beim Angeln vom Boot aus darfst Du nie die Ruhe verlieren, auch wenn ein großer Fisch anbeißt. Eine passend eingestellte Angelbremse deiner Angelrolle unterstützt Dich dabei.

Gleichgewichtsverlust könnte zum Kippen des Bootes führen. Deshalb sind auch ausreichend Grundkenntnisse und Erfahrung notwendig, bevor Du Dich an das Angeln mit dem Kanu wagen solltest.

Tipps für den Kauf eines Kanus

Wenn Du ein Kanu kaufen möchtest, solltest Du Dir im Vorfeld einige Fragen stellen. Zum Beispiel kommt es darauf an, wie viele Personen in dem Boot mitfahren werden. Zudem macht es einen Unterschied, ob Du einen Fluss in Deiner Gegend befahren kannst beziehungsweise möchtest oder ob Du hierfür weiter verreist. Denn dann gäbe es auch die Möglichkeit, ein Kanu in aufblasbarer Form (Kanu aufblasbar) zu kaufen. Dies ist vor allem bei einer Flug- oder Zugreise zu empfehlen.

Ebenso ist an das Gesamtgewicht zu denken, welches das Boot aushalten soll. Solange Du höchstens Wildwasser bis zur zweiten Stufe befahren willst, reicht ein normales Kanu aus. Des Weiteren ist an Seetüchtigkeit, das Preis-Leistungsverhältnis, die Pflege, die Stabilität sowie die Lenkbarkeit zu denken. Für erste Versuche oder sporadischen Gebrauch ist zu überlegen, ob ein Kanu mit gebrauchter Vergangenheit in Frage kommt.

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