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Die Fliegenrolle – Schnuraufbewahrung mit Qualität

Fliegenfischen mit einer FliegenrolleSobald Du mit dem Fliegenfischen beginnst, stehst Du vor besonderen Herausforderungen. Du benötigst keinen Rutenhalter, keine Wurfgewichte und keine Sitzkiepe. Dafür die entsprechende Watbekleidung, eine leichte Fliegenrute und eine Fliegenrolle.

Als Fliegenfischer befindest Du Dich besonders nahe am Fisch. Der Frage, wozu Du dabei eine Angelrolle benötigst gehen wir in diesem Artikel auf den Grund. Kurz gesagt, wir informieren Dich über alles, was uns im Zusammenhang mit der Fliegenrolle wichtig erscheint.

Grundwissen zur Fliegenrolle

Bereits der erste Blick auf eine Fliegenrolle lässt es erahnen. In dieser Rolle verbauen die Hersteller nur wenig Technik. Und dieser Eindruck stellt sich als richtig heraus. Denn tatsächlich besteht die Angelrolle fürs Fliegenfischen in den meisten Fällen aus einem Stück. Leichte Materialien wie Kunststoff, Druckgussaluminium und Grafit machen dabei einen großen Anteil aus.

Ferner darfst Du die Qualität einer gedrehten Fliegenrolle aus einem Aluminium-Block als besonders hoch einstufen. Nicht umsonst bekommst Du besonders lange Garantiezeiten für eine solche Rolle.

Der Aufbau einer Fliegenrolle

Du befestigst die Fliegenrolle mit dem Rollenfuß unterhalb der Angelrute. Direkt am Rollenfuß über einen Steg verbunden befindet sich das Gehäuse, das die Spule umgibt. Dieser sogenannte Käfig stellt einen intelligenten Schutz für Spule und Schnur dar. Übrigens findest Du verschiedene Rollen mit unterschiedlichen Achsendurchmessern. Doch dazu später mehr. Wenn Du die Spule auswechseln musst, betätigst Du den dafür vorgesehenen Druckknopf. Darüber hinaus vervollständigen ein Kurbelgriff sowie die Bremseinstellungen das Spezialmodell der Angelrollen.

Die Fliegenrolle für Angelprofis

Für Profi-Fliegenfischer hat der Engländer wieder eine sehr hochwertige Profirolle auf den Markt gebracht. Die Hardy Ultralite CA DD. Einen kurzen Einblick bekommst Du in diesem Video:

Fliegenschnur und Backing-Schnur

Die Backing-Schnur befindet sich am aufgewickelten Ende der Angelschnur. Und zwar knotest Du sie direkt an. Entweder mit einem Nagelknoten, mit dem Albright-Knoten oder mit einem Kompositeknoten. Aber auch ein einfacher Grinner oder eine Geflechtschlaufe eignen sich als Verbindungsknoten. Das Backing wickelst Du direkt auf die Spule der Fliegenrolle auf. Bei Forellen oder Döbeln sollten insgesamt 20 bis 50 Meter Backing-Schnur genügen. Wenn Du allerdings kapitale Meeresfische an den Haken lockst, musst Du mit etwa 100 Meter Backing-Schnur rechnen. Ein großer Vorteil dieser Schnur besteht darin, dass sie aufgewickelt den Rollendurchmesser vergrößert. Entsprechend besteht auch eine geringere Gefahr, dass sich die Angelschnur im Memory-Effekt kräuselt.

Wir empfehlen, bei der Backing-Schnur nicht an Qualität zu sparen. Denn an den Ringen der Angelrute entstehen große Kräfte. Und wenn sie zu dünn ausfällt, kann die Reserve-Schnur leicht in die Ringe einschneiden.

Bremsen an der Fliegenrolle

Wenn Du eine Fliegenrolle mit Bremse kaufen möchtest, achte unbedingt darauf, dass sie fließend reagiert. Ruckartige Reaktionen führen meist dazu, dass die Schnur bricht. In der Regel findest Du Scheibenbremsen an der Fliegenrolle. Aber auch Ratschen-Bremsen stehen zur Verfügung.

Allerdings führst Du den Drill ohnehin nicht immer mit der Bremse durch. Wenn Du Dir angewöhnst, mit dem Handballen zu bremsen, kannst Du an der Rolle auf die Bremse verzichten.

Verschiedene Achsendurchmesser

Grundsätzlich fehlt bei den Fliegenrollen die Übersetzung. Denn in der Praxis benötigst Du die Rolle lediglich als Aufbewahrung für die Angelschnur. Anders gesagt es geht nicht um das schnelle Aufwickeln und die Kontrolle im Drill. Dennoch hast Du unterschiedliche Möglichkeiten, wenn es darum geht, die Schnur aufzuwickeln.

Große und sehr große Achsendurchmesser

verschiedene FliegenrollenDiese Rollen nennen sich Large- oder Ultra Large Arbor. Entscheidende Vorteile von großen Rollen liegen darin, dass Du die Schnur trotz fehlender Übersetzung vergleichsweise schnell aufwickeln kannst. Außerdem kräuselt sich die Schnur weniger. Im Fachjargon nennt sich dies „Memory-Effekt“. Damit meinen die Angler, dass die Schnur sich mit der Zeit der Rolle anpasst und Kringel erhalten bleiben.

Mittlere Achsendurchmesser

Unter der Bezeichnung Mid Arbor-Rollen findest Du handliche Rollen mit einem nicht allzu kleinen Achsendurchmesser. Experten bezeichnen diese Rollenform als Kompromisslösung. Denn sie liegt gut in der Hand. Zusätzlich aber weißt sie einen mittleren Rollendurchmesser auf. So verkleinert sich der „Memory-Effekt“, aber die Rolle ist nicht übertrieben groß.

Kleine Achsendurchmesser

Wenn Du eine Standard-Fliegenrolle kaufen möchtest, legst Du sicher Wert auf den direkten Kontakt mit dem Fisch. Denn die Rolle liegt aufgrund ihrer Größe gut in Deiner Hand. Häufig fehlt bei diesen Modellen die Bremse. Ein weiteres Merkmal einer solchen Rolle, die ohne weitere Zusätze auskommt. Schnelles Aufkurbeln gehört zwar nicht zu den Stärken dieses Rollentyps. Auch gehört der Memory-Effekt häufig zu dieser Rollenform dazu. Dennoch wissen Angler die Leichtigkeit und Ursprünglichkeit der Standard-Fliegenrolle zu schätzen. Übrigens geben wir im Verlauf des Artikels Tipps, wie Du den Memory-Effekt vermeiden kannst.

Handhabung der Fliegenrolle

Wenn Du mit der Fliegenrute an oder in das Wasser gehst, stehst Du in direktem Kontakt mit Deinem Zielobjekt. Demnach nutzt Du die Fliegenrolle nicht als technisches Hilfsmittel, sondern lediglich als Aufbewahrungsmittel für die Schnur. Das bedeutet, dass Du die Schnur vor dem Auswerfen abwickelst. Auch das Aufrollen der Schnur geschieht von Hand. Und je nach Achsendurchmesser mehr oder weniger schnell.

Mit Angelrute und Fliegenrolle zum erfolgreichen Angelausflug

Fliegenruten sind in Klassen eingeteilt. Dazu passen auch die Klassifizierungen der Angelrute. Entsprechend achtest Du immer darauf, dass Rute und Rolle zusammenpassen. Zum einen vom Gewicht her. Andererseits aber auch von der Befestigung an der Rute.

Wenn Du mit dem Fliegenfischen beginnst, solltest Du die Rutenklasse 5 bis 7 auswählen. Damit kommst Du gut zurecht. Und Deine Würfe fallen mit der Zeit immer sicherer aus. Dann kannst Du Dich durchaus auch mit anderen Ruten beschäftigen. Salmoniden, Lachse, Äschen und Forellen gehören dabei zum Beutefisch. Ebenso gut kannst Du auch Barsche, Hecht oder Zander ködern.

Wichtig beim Kauf einer Fliegenrolle:

  • Die Fliegenrolle sollte möglichst aus einem Stück gedreht sein.
  • Die Rolle muss zur Größe der Rute passen. Sonst bekommst Du Probleme mit der Befestigung.
  • Denke daran, dass die Handkurbel zu Deiner Rutenhaltung passt (links-rechts-händig).
  • Bevor Du Deine Fliegenrolle am Meer benutzt, prüfst Du, ob sie salzwasser-tauglich ist.

Der Memory-Effekt bei der Fliegenrolle

Beim Fliegenfischen setzt Du auf Leichtigkeit. Angelrute und Fliegenrolle stimmst Du gut aufeinander ab. Ebenso darf auch die Angelschnur das Gewicht nicht stark beeinträchtigen. Sie fällt sehr dünn aus. Dadurch kommt es bei länger aufgewickelten Schnüren zu dem unbeliebten Memory-Effekt. Allerdings gibt es einige Möglichkeiten diesen zu meiden. Denn der Rollendurchmesser sowie die Backup-Schnur beeinflussen diesen Punkt. Darüber hinaus kannst Du die Schnur auch vor einer längeren Angelpause in Schlaufen aufhängen. Dann weißt Du, dass sie sich nicht kräuselt.